Presse
09.05.2018 | Ruppiner Anzeiger 9.5.2018 / Holger Rudolph
Neuruppin. Bei der CDU-Wahlparty im Neuruppiner Hotel „Altes Kasino“ waren am Sonntagabend die Anhänger des CDU-Landratskandidaten Sven Deter froh, dass auch Mitbewerber Ralf Reinhardt (SPD) nicht als Sieger aus der Stichwahl hervorging. Weil nur jeder fünfte Wahlberechtigte zur Urne gegangen war, erreichte keiner der beiden Kandidaten das Quorum von 15 Prozent der Wahlberechtigten (RA berichtete). Deter schien kaum enttäuscht
von seinen 41 Prozent der Stimmen gegenüber 59 Prozent des SPD-Kandidaten: „Ich hätte uns allen eine klare Entscheidung gewünscht. Das haben wir nicht geschafft. Doch ich werde versuchen, möglichst viele Kreistagsmitgliedervon der Notwendigkeit des politischen Wechsels zu
überzeugen.“ Es sei der langjährigen Politik des aktuellen Landrats Reinhardt geschuldet, dass sich nur so wenige Bürger für die Wahlen interessierten. Sein Angebot, Landrat werden zu wollen, stehe nach wie vor. Doch biete die Ausschreibung womöglich auch andere Varianten einer Besetzung des Amtes an. Er werde sich „auf jeden Fall dafür einsetzen, dass wir einen Landrat
bekommen, der sich viel aktiver als Reinhardt bei den Menschen zeigt“. Der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Jan Redmann kritisierte erneut Reinhardts Wahlkampf. Als Amtsträger hätte sich der SPD-Landrat
in den Wochen vor der Wahl zurücknehmen müssen. Stattdessen habe Reinhardt sich mehrfach bei der Entgegennahme von Fördermittelbescheiden der Öffentlichkeit präsentiert. Auch dass SPD-Innenminister Karl-Heinz Schröter in der Woche vor der Stichwahl gleich zweimal im Landkreis zu Presseterminen auftauchte, sei sicherlich kein Zufall. Darüber werde noch im Kreis- und Landtag zu sprechen sein. Reinhardt hätte nach Redmanns Ansicht in den zurückliegenden acht Jahren ständig den Draht zum Bürger suchen
müssen. Dann wären auch mehr Menschen zur Wahl gegangen, mutmaßte er. Angesichts des auch durch Reinhardt nicht erreichten Quorums habe der
Abend keinen Sieger. Die CDU werde im Kreistag nun das Gespräch mit allen Parteien und Wählergruppen suchen, um einen spürbaren Politikwechsel
herbei zu führen. Kandidat der CDU bleibe dabei Sven Deter. Schelte an Landrat Reinhardt gab es auch vom CDU-Bundestagsabgeordneten
Sebastian Steineke: „Ich frage einfach mal, was die Leute in den letzten acht
Jahren von Reinhardts Politik mitbekommen haben.“ Offenbar wüssten die Menschen im Landkreis nicht, dass auf dem Tisch des Kreisverwaltungschefs
eine Vielzahl für jeden Einwohner wichtiger Dinge lägen. Ansonsten wären sicher mehr Ostprignitz-Ruppiner zur Wahl gegangen. (hr)

08.05.2018 | Ruppiner Anzeiger 8.5.2018 / Christian Schönberg
Vor allem in einwohnerstarken Wahlbezirken war die Beteiligung bei der Stichwahl ums Landratsamt sehr gering
Ostprignitz-Ruppin. Amtsinhaber Ralf Reinhardt (SPD) hat weiterhin alle Chancen, Landrat zu bleiben. Nachdem er knapper als vor acht Jahren das Quorum nicht erreicht hat (RA berichtete), muss er jetzt bei einer künftigen Ausschreibung des Kreistages die dortigen Abgeordneten von sich
überzeugen. Das oberste Entscheidungsgremium Ostprignitz-Ruppins wird
demnächst die Stelle ausschreiben – so wie es die Kommunalverfassung
vorsieht. Für den CDU-Kandidaten Sven Deter gibt es nach der Wahlniederlage also noch keinen Grund, klein beizugeben. Es sei eine normale Sache, nun weiter zu machen. Er werde aber eine Ausschreibung
nicht nutzen, um eine einsame Bewerbungsentscheidung zu fällen: „Das Prozedere ist nun ein anderes, und ich werde mich mit der eigenen Partei eng abstimmen, wie wir weiter vorgehen werden“, sagte er am Montag. Auch wenn die Ausschreibungmodalitäten noch nicht klar sind, ist eine Bewerbung von Unterlegenen nicht völlig aussichtslos. Denn die Mehrheitsverhältnisse im Kreistag sind wenig eindeutig: 46 Abgeordnete gibt es. 15 gehören den Fraktionen SPD und Bündnisgrüne an, die Amtsinhaber Reinhardt aufgestellt beziehungsweise von Anfang an vorbehaltlos unterstützt haben. Die CDU hat zehn Sitze, die bunte Fraktion mit den Kreisbauern besitzt ebenfalls zehn. Die Linke hat acht ihrer Mitglieder im Kreistag – und sich vor der Direktwahl zu keinem der beiden Kandidaten der anderen Parteien bekannt. Bleiben noch
zwei Abgeordnete von BVB/Freie Wähler und ein Fraktionsloser. Grundsätzlich kann sich neben den beiden Stichwahl-Kandidaten vom vorigen Sonntag auch
jeder andere um den Posten bewerben. Ob die Linke Reinhardt unterstützt wie vor acht Jahren, ist fraglich. Letztlich könnte sogar der fraktionslose Ex-Linke
Enno Rosenthal zum Zünglein an der Waage werden. Die Wahlbeteiligung war am Sonntag insgesamt erneut äußerst gering. Vor acht Jahren lag sie bei der Stichwahl an einem 24. Januar bereits bei 30,5 Prozent. Jetzt lag sie sogar unter 25 Prozent. Noch vor zwei Wochen gingen – bei allerdings größerer
Kandidaten-Auswahl – immerhin noch deutlich mehr als 32 Prozent wählen. Bezeichnend ist auch, dass fast anderthalb Prozent der 21 026 Wähler vom
vorigen Sonntag ihre Stimme ungültig hinterlassen haben, was auch die Chance für den Sieger, das Quorum zu erreichen, weiter nach unten drückte.
Gerade in den einwohnerstarken städtischen Wohnblock-Gebieten war die Wahlbeteiligung äußerst gering. In den beiden Wahllokalen an der Polthierschule im Wittstocker Vorstadt-Siedlungsbereich an der Papenbrucher
Chaussee kamen von 1 729 registrierten Wahlberechtigen nur 128 zur Urne.
Mit 7,4 Prozent waren diese beiden Wahlbezirke mit Abstand Schlusslicht bei der Wahlbeteiligung. Immerhin gab es hier nur eine einzige ungültige Stimme.
Aber auch im Kyritzer Abstimmungsort der Kita „Spatzennest“ – 7,9 Prozent – und in den beiden Wahllokalen an der Neuruppiner Liebknechtschule – beide zusammen 10,2 Prozent Wahlbeteiligung – erschienen nur wenige Stimmberechtigte an der Urne. Bei den Wahlbezirken der Liebknechtschule waren auch noch dreieinhalb Prozent der abgegebenen 227 Stimmen ungültig.
Kreistags-Chef Manfred Richter (SPD) hält zwar die Direktwahl des Landrats für ein Zeichen für mehr Demokratie. Offenbar zeige sich aber erneut, dass die Wähler nicht den unmittelbaren Draht zum Kreisverwaltungschef haben wie zum Beispiel zum Bürgermeister ihrer Kommune, bei dessen Wahlen immer eine deutlich höhere Beteiligung zustande kommt. „Offenbar sehen die Menschen im Landrat immer nur einen Verwaltungsmenschen und kein politisches Amt“, so der Kreistagsvorsitzende. Es ist eben der bei den Kommunalwahlen gewählte Kreistag, der ständig im direkten Dialog mit dem Verwaltungschef steht. „Wir haben aber erlebt, dass die Direktwahl in anderen
Landkreisen funktioniert hat“, gibt Richter zu bedenken. Warum das in Ostprignitz-Ruppin nicht so klappt, sei schwer zu sagen: „Diejenigen, die Wahlkampf geführt haben, haben aber redlich alles gegeben“, ist er sich
sicher.
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07.05.2018 | MAZ NP 7.5.2018 / Reyk Grunow, Andreas Vogel
Ralf Reinhardt (SPD) fehlen 620 Stimmen, um weiter Landrat bleiben zu können – Jetzt muss der Kreistag entscheiden
Neuruppin. Als gegen 18.30 Uhr gestern die ersten Zahlen aus den kleinen Wahllokalen über den Monitor flimmerten, hielt sich die Überraschung auf der Wahlparty der CDU im Alten Kasino in Neuruppin in Grenzen. Landrat Ralf Reinhardt von der SPD lag demnach deutlich vor seinem Herausforderer Sven
Deter von der CDU. Spannender noch als diese Zahl war aber für alle die der Wahlbeteiligung: Die lag gerade mal knapp über 18 Prozent. Wenn es so bleibt, das war allen klar, dann wird an diesem Abend kein Landrat gewählt. Doch am Ende wurde es spannender als gedacht. Monatelang hatten Deter und Reinhardt die Werbetrommel für sich und für das Amt des Landrates
gerührt. Die CDU hatte fast ein Dutzend Heimatgespräche veranstaltet,
Amtsinhaber Reinhardt versuchte sich erstmals im Straßenwahlkampf und war so präsent, wie in den vergangenen acht Jahren nicht. Beide waren gestern vom Wahlkampf geschafft. „Viele Menschen wissen gar nicht, was der Landrat eigentlich tut“, sagte CDU-Kreischef Jan Redmann. Das haben er und Deter bei den Wahltouren immer wieder gehört. Der Landrat als Chef der Kreisverwaltung ist für die meisten Menschen einfach weit weg. Beide Kandidaten haben versucht, daran etwas zu ändern. Das Ergebnis ist ernüchternd. Reinhardt erreichte 59 Prozent der Stimmen, Deter 41 Prozent. Als 200 von 208 Stimmbezirken ausgezählt waren, sah es fast so aus, als könnte es doch noch einen Sieger geben. Ein Irrtum: Am Ende fehlten dem Amtsinhaber rund 620 Stimmen, um die gesetzliche Mindestzahl der Wählerstimmen zu erreichen. „Die Zielmarke wurde leider nicht erreicht. Die Direktwahl ist im Landkreis noch nicht richtig angekommen“, bedauerte Reinhardt. Dadurch hat jetzt der Kreistag das Sagen, wie vor acht Jahren.
Auch damals hatten die Stimmen für die Direktwahl nicht gereicht. Für Redmann steht fest, dass die Wahl ein Nachspiel haben wird – womöglich sogar auf Landesebene. Die CDU will den Wahlkampf im Kreis Ostprignitz-Ruppin im Innenausschuss des Landtag zum Thema machen. Sie unterstellt Ralf Reinhardt, sein Amt als Landrat ausgenutzt zu haben, um sich im Wahlkampf eine besser Position zu sichern. Nicht die Kreis-SPD habe in
erster Linie für Reinhardt geworben. „Der Wahlkampf wurde aus dem Landratsamt heraus organisiert“, so Redmann. Dass in der Woche vor der Stichwahl auch noch Innenministe Karl-Heinz Schröter – ebenfalls SPD – zweimal nach Neuruppin kam, hält er für bedenklich. Redmann: „Wir werden mit allen Parteien und Wählervereinigungen, die im Kreistag vertreten sind,
Gespräche führen, um einen Politikwechsel im Landkreis hinzu bekommen.“
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07.05.2018 | MAZ 7.5.2018 / Reyk Grunow, Andreas Vogel
Ostprignitz-Ruppin: Amtsinhaber fehlen 620 Stimmen – Kreistag wählt
Neuruppin. Es ist weiter unklar, wer in den nächsten acht Jahren Landrat
im Kreis Ostprignitz-Ruppin sein wird. Die Stichwahl gestern hat keine Entscheidung gebracht. Allerdings war das Ergebnis recht knapp. Zwar lag Amtsinhaber Ralf Reinhardt (SPD) am Ende des Abends mit 59 Prozent der Stimmen deutlich vor seinem Herausforderer Sven Deter von der CDU mit 41 Prozent. Doch die Wahlbeteiligung war derart gering, dass Reinhardts Stimmen nicht ausreichten, um gewählt zu sein. Dafür hätten sich wenigstens
15 Prozent aller Wahlberechtigten für ihn entscheiden müssen. Rund
12 840 Stimmen hätte der Wahlsieger also mindestens gebraucht, so
Kreiswahlleiter Dietmar Tripke. Bis zuletzt bangte die SPD. Doch am Ende
war klar: Reinhardt verpasst das Ziel um gut 600 Stimmen. Für Ralf
Reinhardt hatten 12 222 Wähler entschieden, für Sven Deter 8502. „Das ist schon etwas enttäuschend“, sagte Reinhardt am Abend. Der SPD-Mann sprach zugleich von einem „sehr guten Ergebnis“ für ihn, das ihn in seiner
Arbeit bestätige. Jedoch hat nicht einmal jeder Vierte, der abstimmen durfte, das bei der Stichwahl auch tatsächlich getan. Die Wahlbeteiligung lag gestern
gerade mal bei 24,6 Prozent. In der ersten Runde der Landratswahl vor zwei Wochen hatte sie noch 32,4 Prozent betragen. Sven Deter nahm das Ergebnis
gelassen hin, auch wenn ihm die Anspannung nach monatelangem Wahlkampf deutlich anzumerken war. „Wir werden weiter eine engagierte
kommunalpolitische Arbeit leisten und lassen uns nicht verschrecken.“
CDU-Kreischef Jan Redmann sieht das Ergebnis als Ansporn. „Dieser Abend hat keinen Sieger.“ Anders als anderen Landräten sei es Ralf Reinhardt nicht gelungen, ausreichend Verständnis für sich und seine Arbeit bei den
Bürgern zu erwerben. „Das sollte ihm zu denken geben“, so Redmann.
Nachdem sich bei der Stichwahl gestern kein Bewerber durchsetzen konnte, hat nun der Kreistag die Wahl. Die Abgeordneten dort müssen anstelle der Bürger entscheiden, wen sie als Landrat für den Kreis Ostprignitz-Ruppin wollen, so sieht es das Gesetz vor. Die Abstimmung im Kreistag wird vermutlich erst nach der Sommerpause stattfinden. Die Kreistag ist dabei nicht an die fünf Kandidaten gebunden, die ich am 22. April für das Amt des
Landrates beworben hatten. Die Stelle wird ausgeschrieben.
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07.05.2018 | Ruppiner Anzeiger 7.5.2018 / Holger Rudolph, Markus Kluge
Stichwahl scheitert an geringer Beteiligung / Reinhardt holt 59, Deter 41 Prozent der Stimmen
Ostprignitz-Ruppin. Der Kreistag entscheidet darüber, wer Landrat in Ostprignitz-Ruppin wird. Die Stichwahl zwischen Amtsinhaber Ralf Reinhardt
(SPD) und Herausforderer Sven Deter (CDU) scheiterte an der geringen Wahlbeteiligung. Etwa 600 Stimmen trennten Reinhardt am Sonntag vom Wahlgewinn. Von den 85 626 Wahlberechtigten hätte der Sieger die Stimmen von 15 Prozent der Wähler, also knapp 12 850, erhalten müssen. Reinhardt bekam 12 222 (59 Prozent) und Deter 8 502 (41 Prozent). Schon eine halbe Stunde nach Schließung der Wahllokale zeichnete sich die sehr geringe Wahlbeteiligung ab. Weder SPD noch CDU war da nach feiern zumute. Mit 21 026 abgegeben Stimmen war nicht einmal jeder Vierte zur Abstimmung gegangen. „Ich finde es schade, dass sich die Einwohner die Chance entgehen lassen, eine so wichtige Entscheidung zu treffen“, so Reinhardt.
Mit seinem Ergebnis war er dennoch zufrieden: „Es zeigt mir und meinen Kollegen, dass wir eine gute Arbeit gemacht haben.“ Sven Deter interpretierte den Ausgang des Wahlabends anders: „Es wird ein Politikwechsel gewünscht, denn der aktuelle Landrat hat es nicht geschafft, genug Wähler auf seine Seite
zu bekommen.“ Der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke machte als Grund für die geringe Wahlbeteiligung aus, dass die Menschen „noch immer nicht wissen, welche wichtigen Aufgaben in der Verantwortung des Landrats liegen“. Reinhardt habe ihnen diese nicht vermittelt. Wer Landrat wird, muss nun der Kreistag entscheiden. Um den Posten können sich dann
auch weitere Kandidaten bewerben. Über Ausschreibung und Sitzungstermin wird der Ältestenrat beraten. Reinhardt und Deter bleiben weiter im Rennen.
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05.05.2018 | MAZ - Ruppiner Tageblatt 5.5.2018 / Andreas Vogel
Kritik am Wahlkampf von Landrat Ralf Reinhardt (SPD) – Innenminister übergibt Förderbescheid
Neuruppin. Der Landratswahlkampf der SPD in Ostprignitz-Ruppin wird ein Nachspiel haben. Die Landtags-CDU kündigte gestern an, den Wahlkampf zum Thema im Innenausschuss des Landtages zu machen. Grund: Landrat Ralf Reinhardt habe sein Amt „systematisch für seinen persönlichen Wahlkampf missbraucht“, zudem hätten SPD Minister ihr Amt ausgenutzt, um
SPD-Kandidaten im Wahlkampf zu unterstützen. Dabei seien Minister und Landräte zu einer „neutralen Amtsführung verpflichtet“ und unterlägen „gerade im Wahlkampf dem Gebot der äußersten Zurückhaltung“, betonte Sven Petke, der kommunalpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Statt sich als Beamter zurückzuhalten, hab Reinhardt sein Amt „systematisch zur Selbstinszenierung missbraucht und sogar im Wahlkampf vor dem Fördermittel-Scheckbuch nicht zurückgeschreckt“. Dies sei ebenso unzulässig wie die kurzfristig anberaumten Termine von Landesminister, so der CDU-Politiker. Reinhardt wies diese Vorwürfe „als haltlos“ zurück. Ein Landrat
habe seine Aufgaben „stets zum Wohle des Landkreises wahrzunehmen“
– und könne diese auch nicht in Wahlkampfzeiten einfach ruhen lassen. Das „käme einer Verletzung der dienstlichen Pflichten gleich“. So etwas habe die CDU auch nicht von ihren im Wahlkampf befindlichen Amtsinhabern in anderen Regionen des Landes verlangt, sagte Reinhardt. Der Landrat hatte deshalb auch kein Problem damit, gestern in Neuruppin einen Förderbescheid
über 31 000 Euro von Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) entgegen zu nehmen. Das Geld ist für die Präventionsarbeit an Kitas und Schulen im Landkreis bestimmt, stammt aus Lottomitteln und soll helfen, kindliches Sozialverhalten zu fördern. Am Sonntag, 6. Mai, kommt es zur Stichwahl zwischen Amtsinhaber Reinhardt und CDU-Mann Sven Deter. Der Landwirt hatte beim ersten Wahlgang 27,6 Prozent der Stimmen erreicht, Reinhardt
kam auf 40,7 Prozent. Der Sieger muss die Stimmen von mindestens 15 Prozent aller Wahlberechtigten auf sich vereinen. Das wären 12 840 Stimmen.
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05.05.2018 | Ruppiner Anzeiger 5.5.2018
Ostprignitz-Ruppin. Zum Ende des Wahlkampfes um den Posten des Landrates in Ostprignitz-Ruppin werden noch einmal schwere Geschütze aufgefahren: Die CDU-Fraktion im Landtag wirft Landrat Ralf Reinhardt (SPD) und SPD-Ministern vor, dass sie ihre Ämter für den Wahlkampf missbraucht haben. Landrat Reinhardt weist das zurück. Auf Antrag der Christdemokraten
soll das Thema aber im Innenausschuss des Landtages beraten werden. Die CDU kreidet Reinhardt und SPD-Ministern an, dass sie ihre Ämter für den Wahlkampf um den Landratsposten benutzt haben. Laut dem kommunalpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion, Sven Petke, seien Minister
und Landräte zu einer neutralen Amtsführung verpflichtet. Gerade im Wahlkampf sei aber äußerste Zurückhaltung geboten. „Landrat Reinhardt hat in den vergangenen Wochen sein Amt unzulässig mit seiner Rolle als
Wahlkämpfer in eigener Sache vermischt. Seinen Wahlkampf darf er nur als SPD-Kandidat und nicht aus der Amtsstube heraus führen“, meint Sven Petke. Als Beispiele führt die CDU die Annahme von Fördermitteln und Termine mit Ministern an. Unter anderem hatte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD)
den Landkreis am Mittwoch und Freitag besucht (RA berichtete). Petke wirft der Landesregierung vor, dass sie sich seit Jahren weigere, „klare Regeln für den Wahlkampf in die Geschäftsordnung aufzunehmen“. Ralf Reinhardt weist die Vorwürfe der CDU als haltlos zurück. Anders als bei Bundes oder
Landesministern habe er keine Ressortzuständigkeit, sondern sei für alle den Kreis betreffenden Angelegenheiten verantwortlich. Zudem habe ein Landrat seine Aufgaben stets zum Wohle des Kreises wahrzunehmen. Diese könne er auch nicht in Zeiten des Wahlkampfes ruhen lassen. Nach eigenen Angaben freut sich Reinhardt auf das Ende des Wahlkampfes, wenn dann wieder die regionalen Sachthemen wie Fachkräftesicherung, Breitband- und Mobilfunkversorgung, Mobilität und Stärkung des Hochschul- und Krankenhausstandortes im Mittelpunkt stehen. Derer gebe es genug im
Landkreis zu bearbeiten, und für dieses sei ein geschlossenes Auftreten
nötig. „Das war ich bisher auch so gewohnt“, so Reinhardt, der sich im Wahlkampf mehrfach angegriffen fühlte. „Ich habe darauf zumeist nicht reagiert, weil ich für sachliche Auseinandersetzungen auf inhaltlicher Ebene
bin. Ich stehe immer für einen fairen Umgang sowie inhaltliche Diskussionen zum Ringen um die besten Lösungen“, teilte Reinhardt mit. An diesem Sonntag öffnen im Kreis von 8 bis 18 Uhr für die Stichwahl zwischen Amtsinhaber Reinhardt und Sven Deter (CDU) die Wahllokale. (kus)
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03.05.2018 | Ruppiner Anzeiger 3.5.2018
Ostprignitz-Ruppin. So ziemlich alle Menschen haben ein Bild davon, was Bäcker, Polizisten, Erzieher und Krankenschwestern jeden Tag leisten. Aber
was macht eigentlich ein Landrat? Wie beeinflusst er das Leben der Ostprignitz-Ruppiner? Mit Blick auf die Stichwahl zwischen den beiden Landratskandidaten Ralf Reinhardt (SPD) und Sven Deter (CDU) an diesem Sonntag, hat sich der RA einmal genauer die Kommunalverfassung
angeschaut. Dort ist nämlich geregelt, was zu den Aufgaben eines Landrats gehört. Der Landrat gilt demnach als „allgemeine untere Landesbehörde“. Das bedeutet konkret, dass er dafür verantwortlich ist, dass alle Landesbehörden, die im Kreis tätig sind, gut zusammenarbeiten. Er stellt außerdem sicher, dass die Gemeinden und Ämter im Einklang mit den geltenden Gesetzen handeln.
Der Landrat hat die sogenannte „Rechts-, Sonder- und Fachaufsicht“ über die einzelnen Kommunen, die dem Kreis angehören. Des Weiteren beaufsichtigt
er Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts in Ostprignitz-Ruppin – soweit es gesetzlich nichts anders bestimmt ist. Der derzeitige Landrat Ralf Reinhardt ist beispielsweise Vorsitzender des
Kuratoriums der Sparkassen-Stiftung Ostprignitz-Ruppin. Der Landrat fungiert außerdem als Verbindung zwischen dem Kreis und dem Land. Er muss die
Entscheidungen der Landesregierung in OPR durchsetzen, andererseits aber auch über Vorgänge in der Region berichten, die für die Landesregierung von Bedeutung sein können. Der Landrat untersteht dem brandenburgischen
Innenministerium. Er leitet Sitzungen des Kreistages und führt dessen Beschlüsse aus, vertritt Ostprignitz-Ruppin nach außen und auch bei Veranstaltungen in der Region und ist dafür zuständig, dass in der Kreisverwaltung alles gut und vor allem richtig läuft. Wichtig für die Ostprignitz-
Ruppiner: Der Landrat kann Gebühren und Auslagen festsetzen. Sie stehen dem Landkreis zu und können wieder investiert werden. Der Amtsinhaber bestimmt unter anderem auch, wohin Kulturmittel fließen. (jvo)
Quelle: Sven Deter  

02.05.2018 | MAZ - Kyritzer Tageblatt 2.5.2018
Kyritz. Jürgen Freier gab nach 25 Jahren Vorstandsarbeit die Leitung des Kyritzer CDU-Stadtverbandes ab. Wie seitens des Ortsverbandes nach der kürzlich erfolgten Vorstandsneuwahl weiterhin mitgeteilt wird, tritt seine Nachfolge Denise-Verena Ladewig-Hoffmann an. Sie wurde einstimmig als Vorsitzende gewählt. Als Stellvertreter wurde ebenso einstimmig Konstantin Normann wiedergewählt. Im Beirat arbeitet neben Hartmut Thies und Peter Müller Jürgen Freier weiterhin mit. Kassenwart ist Mario Ungewiss.
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28.04.2018 | Märker 28.4.2018
Neuruppin. (mae) Der Bundestagsabgeordnete für den Nordwesten Brandenburgs, Sebastian Steineke, und der CDU-Landratskandidat für Ostprignitz-Ruppin, Sven Deter, laden die Bürger der Region zu ihrer nächsten Bürgersprechstunde ein. Steineke und Deter möchten den Menschen vor Ort die Gelegenheit geben, Anregungen, Kritik oder bestimmte Probleme direkt an
sie heranzutragen. Die Sprechstunde findet am Mittwoch, 2. Mai, im Wahlkreisbüro Neuruppin, Heinrich-Rau-Straße 31, von 15 bis 16 Uhr statt.
Interessierte Bürger und Bürgerinnen werden gebeten, sich mit etwaigen Themenwünschen direkt in Steineke‘s Wahlkreisbüro unter der Telefonnummer
03391/510 95 50 oder auch per Email an sebastian.steineke.ma03@bundestag.de anzumelden.
Quelle: Sven Deter  

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