Presse
07.05.2018, 19:49 Uhr | MAZ 7.5.2018 / Reyk Grunow, Andreas Vogel
Zu geringe Wahlbeteiligung – Landrat steht noch nicht fest
Ostprignitz-Ruppin: Amtsinhaber fehlen 620 Stimmen – Kreistag wählt
Neuruppin. Es ist weiter unklar, wer in den nächsten acht Jahren Landrat
im Kreis Ostprignitz-Ruppin sein wird. Die Stichwahl gestern hat keine Entscheidung gebracht. Allerdings war das Ergebnis recht knapp. Zwar lag Amtsinhaber Ralf Reinhardt (SPD) am Ende des Abends mit 59 Prozent der Stimmen deutlich vor seinem Herausforderer Sven Deter von der CDU mit 41 Prozent. Doch die Wahlbeteiligung war derart gering, dass Reinhardts Stimmen nicht ausreichten, um gewählt zu sein. Dafür hätten sich wenigstens
15 Prozent aller Wahlberechtigten für ihn entscheiden müssen. Rund
12 840 Stimmen hätte der Wahlsieger also mindestens gebraucht, so
Kreiswahlleiter Dietmar Tripke. Bis zuletzt bangte die SPD. Doch am Ende
war klar: Reinhardt verpasst das Ziel um gut 600 Stimmen. Für Ralf
Reinhardt hatten 12 222 Wähler entschieden, für Sven Deter 8502. „Das ist schon etwas enttäuschend“, sagte Reinhardt am Abend. Der SPD-Mann sprach zugleich von einem „sehr guten Ergebnis“ für ihn, das ihn in seiner
Arbeit bestätige. Jedoch hat nicht einmal jeder Vierte, der abstimmen durfte, das bei der Stichwahl auch tatsächlich getan. Die Wahlbeteiligung lag gestern
gerade mal bei 24,6 Prozent. In der ersten Runde der Landratswahl vor zwei Wochen hatte sie noch 32,4 Prozent betragen. Sven Deter nahm das Ergebnis
gelassen hin, auch wenn ihm die Anspannung nach monatelangem Wahlkampf deutlich anzumerken war. „Wir werden weiter eine engagierte
kommunalpolitische Arbeit leisten und lassen uns nicht verschrecken.“
CDU-Kreischef Jan Redmann sieht das Ergebnis als Ansporn. „Dieser Abend hat keinen Sieger.“ Anders als anderen Landräten sei es Ralf Reinhardt nicht gelungen, ausreichend Verständnis für sich und seine Arbeit bei den
Bürgern zu erwerben. „Das sollte ihm zu denken geben“, so Redmann.
Nachdem sich bei der Stichwahl gestern kein Bewerber durchsetzen konnte, hat nun der Kreistag die Wahl. Die Abgeordneten dort müssen anstelle der Bürger entscheiden, wen sie als Landrat für den Kreis Ostprignitz-Ruppin wollen, so sieht es das Gesetz vor. Die Abstimmung im Kreistag wird vermutlich erst nach der Sommerpause stattfinden. Die Kreistag ist dabei nicht an die fünf Kandidaten gebunden, die ich am 22. April für das Amt des
Landrates beworben hatten. Die Stelle wird ausgeschrieben.

aktualisiert von Nando Strüfing, 12.05.2018, 19:53 Uhr

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