Presse
09.05.2018, 16:24 Uhr | Ruppiner Anzeiger 9.5.2018 / Holger Rudolph
Von einem Abend ohne Gewinner
CDU wirft Reinhardt geringe Bürgernähe vor und sieht darin den Hauptgrund für Wahl-Desinteresse
Neuruppin. Bei der CDU-Wahlparty im Neuruppiner Hotel „Altes Kasino“ waren am Sonntagabend die Anhänger des CDU-Landratskandidaten Sven Deter froh, dass auch Mitbewerber Ralf Reinhardt (SPD) nicht als Sieger aus der Stichwahl hervorging. Weil nur jeder fünfte Wahlberechtigte zur Urne gegangen war, erreichte keiner der beiden Kandidaten das Quorum von 15 Prozent der Wahlberechtigten (RA berichtete). Deter schien kaum enttäuscht
von seinen 41 Prozent der Stimmen gegenüber 59 Prozent des SPD-Kandidaten: „Ich hätte uns allen eine klare Entscheidung gewünscht. Das haben wir nicht geschafft. Doch ich werde versuchen, möglichst viele Kreistagsmitgliedervon der Notwendigkeit des politischen Wechsels zu
überzeugen.“ Es sei der langjährigen Politik des aktuellen Landrats Reinhardt geschuldet, dass sich nur so wenige Bürger für die Wahlen interessierten. Sein Angebot, Landrat werden zu wollen, stehe nach wie vor. Doch biete die Ausschreibung womöglich auch andere Varianten einer Besetzung des Amtes an. Er werde sich „auf jeden Fall dafür einsetzen, dass wir einen Landrat
bekommen, der sich viel aktiver als Reinhardt bei den Menschen zeigt“. Der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Jan Redmann kritisierte erneut Reinhardts Wahlkampf. Als Amtsträger hätte sich der SPD-Landrat
in den Wochen vor der Wahl zurücknehmen müssen. Stattdessen habe Reinhardt sich mehrfach bei der Entgegennahme von Fördermittelbescheiden der Öffentlichkeit präsentiert. Auch dass SPD-Innenminister Karl-Heinz Schröter in der Woche vor der Stichwahl gleich zweimal im Landkreis zu Presseterminen auftauchte, sei sicherlich kein Zufall. Darüber werde noch im Kreis- und Landtag zu sprechen sein. Reinhardt hätte nach Redmanns Ansicht in den zurückliegenden acht Jahren ständig den Draht zum Bürger suchen
müssen. Dann wären auch mehr Menschen zur Wahl gegangen, mutmaßte er. Angesichts des auch durch Reinhardt nicht erreichten Quorums habe der
Abend keinen Sieger. Die CDU werde im Kreistag nun das Gespräch mit allen Parteien und Wählergruppen suchen, um einen spürbaren Politikwechsel
herbei zu führen. Kandidat der CDU bleibe dabei Sven Deter. Schelte an Landrat Reinhardt gab es auch vom CDU-Bundestagsabgeordneten
Sebastian Steineke: „Ich frage einfach mal, was die Leute in den letzten acht
Jahren von Reinhardts Politik mitbekommen haben.“ Offenbar wüssten die Menschen im Landkreis nicht, dass auf dem Tisch des Kreisverwaltungschefs
eine Vielzahl für jeden Einwohner wichtiger Dinge lägen. Ansonsten wären sicher mehr Ostprignitz-Ruppiner zur Wahl gegangen. (hr)

12.05.2018, 16:36 Uhr

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